Stilvoll, feminin und modern – so beschreibt Martina ihre Kunstwerke. Zu ihren Kunden zählen große Namen wie Avon, Marie Claire, Cosmopolitan, L’Oréal Cosmetics oder das InStyle Magazin. Ihre Illustrationen sind bereits weltweit in zahlreichen werbischen als auch redaktionellen Projekten und auf Verpackungen sowie Buchcovern erschienen.
Seid ihr auch neugierig zu sehen, wie hübsche Mädchen und Allerlei rund um die beiden Bereiche Beauty und Fashion zum Leben erweckt werden? Was hinter Martinas einzigartigem Stil steckt und was man benötigt, um ein professioneller Illustrator zu werden? Die Antworten auf diese Fragen sowie auf noch einiges mehr erhaltet ihr in unserem Interview. Folgt uns auf eine Reise in das Leben von Martina Pavlova und lernt die talentierte Künstlerin näher kennen.

Kannst du dich unseren Lesern selbst vorstellen?

Ich bin eine europäische Beauty- sowie Fashionillustratorin und lebe zurzeit in Spanien. Ich kreiere feminine sowie modische Bilder, um kleinen und großen Marken dabei zu helfen wahrgenommen zu werden, sich von der Masse abzuheben sowie sich auf eine neue, frische Art zu präsentieren. Ich realisiere auch persönliche Aufträge, Buchumschläge, redaktionelle Illustrationen sowie andere Arten von Kunst, um die Welt zu verbessern und sie stilvoller zu machen.

Wie bist du zum Modezeichner geworden?

In meinem Fall war dieser Weg im Gegensatz zu den meisten Illustratoren nicht geplant oder gar ein Traum, den ich hatte. Meine Leidenschaft war Mode, nicht Kunst. Ich habe Modedesign studiert, arbeitete für verschiedene Firmen sowie Modemagazine, hatte sogar meine eigene Modemarke. Und ich zeichnete schon immer ein bisschen nebenbei. Langsam und ganz von allein ist die Nachfrage nach meinen Illustrationen so groß geworden, dass ich einfach aufgehört habe Mode zu machen und anfing Mode zu zeichnen.

Du zeichnest klassisch, aber du hast auch mit anderen Techniken experimentiert. Welche sind das?

Für schnelle erste Skizzen verwende ich gerne einen gewöhnlichen Stift. Aber ich benutze auch schwarze Tinte, Aquarellfarben oder Buntstifte. Die meisten meiner Arbeiten beginnen mit traditionellen Zeichnungen, dann koloriere ich sie digital oder andersherum. Ich experimentiere gerne mit verschiedenen Techniken, manchmal sogar mit speziellen Verzierungen, um daraus ein echtes Kunstwerk werden zu lassen.

Wie entstehen deine Werke und wie lange dauert es, um das endgültige Bild fertig zu stellen?

Es hängt von dem Projekt ab. Manchmal kann ich eine Illustration in ein paar Stunden fertigstellen, manchmal ist es ein sehr langsamer Prozess mit vielen Änderungen und Verbesserungen, die einige Tage dauern können. Ich mag es, wenn meine Illustrationen mühelos aussehen, was allerdings normalerweise viel Zeit sowie viel Zeichnen erfordert.

Folgst du einem Farbansatz und hast du irgendein Farbschema?

Nicht wirklich, ich folge einfach meinen Instinkten. Ich liebe es, helle, feminine Nuancen zu verwenden und alles was pink ist, ist ein Muss!

Welche Arbeiten machst du am liebsten?

Das ist natürlich sehr offensichtlich, alles was einen Bezug zur Mode sowie zur Schönheit hat. Ich liebe es auch, Buchumschläge und individuelle Illustrationen für kleine Unternehmen zu kreieren, die offen für einen neuen, frischen Ansatz sind, der ihre Marken verbessert sowie sie noch spezieller wirken lässt.

Gibt es Modeillustratoren, die du bewunderst?

Ja natürlich! Arturo Elena bewundere ich für seinen detailreichen, exzentrischen sowie farbenfrohen Stil und Jason Brooks für seine schlichte, aber elegante digitale Arbeit.

Welche Eigenschaften machen Illustrationen aus, die Fotografien nicht besitzen?

In einer „Point and Shoot“ -Welt, in der sich praktisch jeder für einen Fotografen hält, stellt jede traditionelle Kunst plötzlich wieder einen höheren Mehrwert dar, der mit keinem Gerät erreicht werden kann. In der Illustration ist die einzige Grenze die Vorstellungskraft des Künstlers.

Die Realität kann übertrieben oder sehr einfach von der Fantasie des Autors bis zu dem Punkt verändert werden, an dem man ganz anders darüber nachzudenken beginnt. Eine Kamera hat ihre Grenzen.Martina Pavlova

Kannst du dir vorstellen etwas anderes zu tun als das, was du jetzt machst – und was wäre das?

Nicht wirklich. Ich tue, was ich liebe und liebe, was ich tue. Mein Beruf begeistert mich jeden Tag, den ganzen Tag. Vielleicht, aber wirklich nur vielleicht – weil ich es liebe zu reisen – würde ich als professioneller Luxus-Hotel-Tester arbeiten – lol. Aber selbst dann würde ich trotzdem immer zeichnen, während ich von Ort zu Ort reise.

Welchen Rat würdest du aufstrebenden Illustratoren geben?

Es ist sehr einfach: zeichne einfach weiter. Übung macht den Meister. Und es ist wichtig keine Angst zu haben, besser ein wenig zu experimentieren – mit verschiedenen Stilen, Medien, Farben. Es steigert die Kreativität und öffnet neue Horizonte.

 

*aktuelle Zahlen zum Redaktionsschluss

Copyright: Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt und Eigentum von Martina Pavlova.