Vom Strand in die Großstadt: Heute möchten wir euch die New Yorkerin Lily Montasser vorstellen, die ihren Fashion Blog Demeler aus ihrer Leidenschaft für Mode und kreatives Schreiben heraus gründete. Mit ihren coolen Looks entführt sie uns in ihre Lieblingsecken von New York und lässt uns an dem Flair der Metropole teilhaben. Da wir mehr über die hübsche Bloggerin erfahren wollten, haben wir sie zum Interview gebeten – aber lest selbst…

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Erzähl doch erst einmal ein wenig über dich. Wer bist du und wo lebst du?

Ich bin Lily – eine 24-jährige Bloggerin und ich wohne in New York City.

Warum New York? Wie war es für dich von Kalifornien nach New York zu ziehen?

Ich bin vor sechs Jahren zum Studieren nach New York gegangen. Ich habe an der Sarah Lawrence University studiert. Nachdem ich in Carmel, einer kleinen Stadt an der Westküste Kaliforniens aufgewachsen bin, war ich bereit für etwas Neues und Größeres. Mode und Schreiben waren schon immer meine größten Leidenschaften, also habe ich mich für eine Uni und Stadt entschieden, wo ich damit am weitesten komme – New York City.

Ich bin außerdem ein Workaholic. Es fiel mir also leicht in New York anzukommen – trotzdem werde ich im Herzen immer ein California-Girl bleiben.

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Was hat der Name deines Blogs „The Demeler“ zu bedeuten?

Der kommt von dem französischen Wort „démêler“, was „entwirren“ heißt. Aber ich meine das eher im Sinne von „etwas lösen“. Es geht darum, dass sich etwas auflöst, nur um dann wieder neu zusammengefügt zu werden. Ich habe meinen Blog direkt nach meinem Abschluss gestartet, also hat der Name zu der Zeit Sinn für mich ergeben.

Wann hast du dich dazu entschieden, Vollzeit als Bloggerin zu arbeiten?

Von meinem Gefühl her arbeite ich gar nicht als Vollzeit-Bloggerin, da ich nebenher auch noch Artikel für andere Publikationen schreibe. Allerdings wurden die Kampagnen und Aufträge nach meinem ersten Jahr als Bloggerin immer größer, sodass ich meinen Hauptfokus auf das Bloggen legte. Jetzt sind die Artikel, die ich sonst noch schreibe, eher mein Nebenjob.

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Beschreib uns deinen Stil in drei Wörtern.

Lässig. Edgy. Minimalistisch.

Was beeinflusst deinen Stil am meisten?

Reisen – ich liebe es Inspirationen von anderen Orten oder Menschen in meinen Stil einfließen zu lassen.

Wie sieht ein typischer Tag für dich aus? Und was machst du am liebsten, wenn du nicht gerade um die Welt reist?

Ein typischer Tag startet normalerweise mit einem Workout bei Equinox. Da ich kein eigenes Büro habe, arbeite ich normalerweise von Hotels in SoHo aus, wie dem Public oder 11 Howard. Außerdem mache in der Umgebung meist noch ein schnelles Shooting mit einem Fotografen oder mit Freunden. Danach treffe ich mich dann entweder mit Freunden zum Dinner oder mein Schatz kocht für mich. Und wenn ich mal nicht am Reisen bin, liebe ich es meinem Körper etwas Gutes zu tun –  ein Workout, Yoga, Sauna, Massagen oder eine Gesichtsbehandlung.

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Was ist dein Liebslingstrend für diese Saison?

Ich finde es großartig, dass Sneaker und Pullover wieder total in Mode sind. Ich war schon immer der Meinung, dass es nichts gibt, dass mehr Coolness und Sexyness versprüht als eine Frau, die sich nicht zu sehr bemüht.

Was bedeutet Social Media für dich und wie hat es deine Karriere als Bloggerin beeinflusst?

Auf ganz unterschiedliche Art und Weise – Social Media ist einfach unglaublich. Es gibt jedem die Chance, sich selbst auszudrücken und gesehen zu werden. Man braucht nicht mehr die „richtigen Kontakte“, muss an einem bestimmten Ort leben oder einen bestimmten Lebenslauf vorweisen können. Es ist einfach großartig. Mein Blog und meine Karriere würden ohne Social Media vermutlich gar nicht existieren.

Du teilst manchmal Gedichte auf deinem Blog – hat das eine bestimmte Bedeutung und schreibst du auch selber?

Ja, auf jeden Fall! Ich habe kreatives Schreiben schon immer geliebt. Mein erstes Stück habe ich veröffentlicht, als ich gerade einmal zwölf Jahre alt war. Ich wollte von vornherein, dass mein Blog eine Kombination aus Worten und Fotos wird. Die Worte kommen leider manchmal ein wenig zu kurz, aber ich mag es sehr, ab und zu ein wenig Geschriebenes einzubeziehen.

Was bedeutet Kreativität für dich?

Freiheit.

Du bist bereits einige große Kooperationen mit verschiedenen Brands eingegangen. Sagst du auch manchmal nein zu einer Anfrage oder nimmst du eigentlich fast alles an?

Ich sage auf jeden Fall zu vielen Marken nein. Wenn die Produkte einfach nicht meinem Stil entsprechen oder es sich um etwas handelt, dass ich selber nicht nutzen würde, dann unterstütze ich diese auch nicht. Es ist wichtig immer authentisch zu bleiben.

Hast du Empfehlungen für jemanden, der noch mit dem Bloggen anfangen möchte?

Bleib dir selbst und deinem Stil immer treu! Der Markt ist momentan so sehr gesättigt, dass du nur eine Chance hast aufzufallen, wenn du wirklich du selbst bist.

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Wenn du einen Tag mit einer Person – egal ob tot oder lebendig – verbringen könntest, wer würde das sein?

Wahrscheinlich Franca Sozzani. Sie war bis 2016 Chefredakteurin der italienischen VOGUE und hat meiner Meinung nach einige der kontroversesten Ausgaben seit Bestehen der VOGUE herausgeberacht. Ich finde ihre kreative Vision unglaublich inspirierend.

Wo siehst du dich selbst in Zukunft?

In L.A. mit einem Haus in den Malibu Hills. Ich werde in einem ähnlichen Bereich wie jetzt arbeiten, aber noch größer und besser.

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Wir wünschen Lily weiterhin viel Erfolg mit ihrer Arbeit und werden ihren Weg auf jeden Fall weiter begleiten.

 

*Aktuelle Zahlen zum Redaktionsschluss

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