Die 27 jährige Fashion und Beauty Grafikerin Cristina Alonso stammt aus Katalonien und entdeckte ihre Leidenschaft zum Zeichnen bereits in jungen Jahren. Schon in ihrer Kindheit begann sie mit Zeichnungen ihre Gefühle auszudrücken. Dinge zu zeichnen und zu erschaffen war für Sie ein wichtiger Schritt um Ihre Ideen und Emotionen auszudrücken. Schon als Kind wollte Cristina neue Welten erschaffen und Geschichten erzählen, gerne mit Bildern aber auch mit Texten.

„In meiner Jugend habe ich mich selber als Malerin gesehen und nie darüber nachgedacht, dass ich eigentlich viel mehr Grafikerin/Illustratorin bin. Mit der Zeit habe ich dann erkannt, dass all die Welten und Geschichten die ich zeichnerisch erschuf, in Wirklichkeit Zeichnungen waren und keine Gemälde. Ich war somit keine Malerin, sondern Zeichnerin.“

Seitdem ist Cristina viel unterwegs gewesen und hat in vielen verschiedenen Städten gelebt. Momentan lebt sie in Valencia, wo sie zunächst ihr Studium in spanischer Philologie abschloss und danach „University Specialist in Illustration“ an der Polytechnic University of Valencia wurde. Jetzt arbeitet sie als internationale Illustratorin mit namhaften Kunden und Marken aus der Fashion-, Beauty- und Luxusbranche. Sie beschreibt ihren eigenen Stil als glamourös, lyrisch und feminin. Detailliert aber lebhaft, verrückt aber schick. Cristina liebt es mit traditionellen Methoden zu arbeiten, kombiniert diese klassische Herangehensweise aber sehr gerne mit neuen Technologien: „Tinte, Graphit, Wasserfarben und digitale Nachbearbeitung sind meine Lieblingsmethoden“. Ihre Kunstwerke werden anerkannt von bekannten Verlagen wie Condé Nast oder Penguin Random House. Außerdem ist sie weltweit auf Workshops, Ausstellungen und Kampagnen anzutreffen, wo sie Magazine, Bücher und exklusive Produkte vorstellt.

 

Wann hast du dich das erste Mal dazu entschieden als Illustratorin zu arbeiten?

Es war immer mein Traum diesen Schritt zu wagen, ich habe mich aber nie getraut. Nachdem ich mein Studium beendet habe, wurde der Drang zu zeichnen schließlich stärker als die Angst und ich habe mich voll in die Kunstwelt gestürzt. Ein Jahr später bereits kombinierte ich dann meine Erfahrungen aus dem Studium mit meinem Job als Freelancer Illustratorin und veröffentlichte meine Arbeiten in verschiedenen Verlagshäusern und Magazinen wie Penguin Random House, Condé Nast, Washingtonian Magazin.

Erzähl uns mehr über deine Karriere, wie wechselt man von spanischer Philologie zum Zeichnen?

Nachdem ich meinen Abschluss hatte, wurde mir klar, dass meine wahre Bestimmung in der Kunstwelt liegt. Deswegen entschloss ich mich noch im selben Jahr dazu, ein Aufbaustudium der „Professional Illustration“ an der School oft Art and Technology in Valencia zu beginnen, was meine komplette Einstellung und Ansicht zum illustrieren veränderte. Nach dieser Erfahrung begann ich meine Kunstwerke in Ausstellungen, Galerien und sozialen Netzwerken zu präsentieren. Tatsächlich war die Verbreitung meiner Bilder im Internet am wirkungsvollsten, da verschiedene Brands und Verlagshäuser auf mich aufmerksam wurden und mich kontaktierten. Alles hat also angefangen mit meinem Aufbaustudium, das mir zu meinen ersten professionellen Aufträgen verhalf.

Nenne uns ein paar Dinge, die du immer mit dir trägst.

Ein kleines Moleskine-Skizzenbuch, ein spitzer Bleistift, ein paar Copic Markers, mein Smartphone und den Lippenstift des Tages!

 

Beschreibe bitte wie dein perfekter Tag beginnt, hast du Rituale, ohne die du nicht mehr auskommst?

Mein Tag beginnt mit meinem Instagram-Feed, den ich noch im Bett checke. Ich nehme mir 15 Minuten Zeit und versuche alle neuen Kommentare und Nachrichten zu beantworten. Danach gehe ich in mein Arbeitszimmer und bearbeite alle neuen Mails (es sind immer welche da!). Wenn ich damit fertig bin, geht’s an die Arbeit: manchmal erstelle ich Mood Boards für ein Projekt, an anderen Tagen fange ich direkt mit dem Zeichnen an. Mein persönliches Ritual ist eine Teepause noch vor dem Mittag, wo ich eine große Tasse Tee trinke (Ich liebe es, neue Teesorten auszuprobieren, aber mein Favorit ist ein Chai mit etwas Sojamilch – kann man weglassen). Diese kleine Belohnung hilft mir, mit frischer Energie wieder an die Arbeit zu gehen.

Treibe dich immer an, das Beste zu erschaffen, was du kannst – und wenn du mit dem Ergebnis nicht zufrieden bist, gib nicht auf und fang von vorne an.Cristina Alonso

 

Wie empfindest du die sozialen Netzwerke, was sind für dich die Vor- und Nachteile als Illustratorin?

Ich glaube, dass soziale Netzwerke der Schlüssel sind, um unsere Arbeit bekannt zu machen. Bekanntheit zu erlangen ist nicht immer einfach, der Wettbewerb ist groß, deshalb sollte jeder versuchen, eine solide Präsenz im Netz und gerade in sozialen Medien zu haben. Sich selbst professionell im Netz vorzustellen ist für mich inzwischen unabdingbar. Für Fashion Illustratoren ist Instagram die beste Wahl. Ich erhalte täglich Anfragen von neuen Kunden, die durch Instagram auf meine Arbeit aufmerksam geworden sind. Soziale Netzwerke sind wertvolle Werbung, aber auch eine unendliche Quelle an Feedback und Inspirationen. Diebstähle sind dann leider die Kehrseite. Beinahe wöchentlich finden ich oder meine Follower Beispiele von Shops oder Brands die meine Kunstwerke illegal benutzen (T-Shirts, Handyhüllen, Büromaterial mit meinen Zeichnungen). Natürlich ist die Qualität dieser Drucke immer sehr schlecht, aber es ist hart dagegen anzugehen. Trotzdem überwiegen die Vorteile von sozialen Medien für mich die Nachteile.

 Hast du Tipps für jemanden, der als Illustrator arbeiten möchte?

Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit. Hart arbeiten ist enorm wichtig, um ein wertvolles Portfolio zu entwickeln muss man jeden Tag daran arbeiten. Treibe dich immer an, das Beste zu erschaffen, was du kannst – und wenn du mit dem Ergebnis nicht zufrieden bist, gib nicht auf und fang von vorne an. Deine Arbeiten müssen für sich selbst sprechen, also musst du deinen eigenen Stil entwickeln, denn das ist der Grund, warum Kunden dich anschreiben. Zeichne was du liebst, und präsentiere in deinem Portfolio und im Netz nur die Stücke, mit denen du wirklich zufrieden bist und die dich als Künstler widerspiegeln.

Was sind deine Ziele für die Zukunft und was können wir von dir erwarten?

Mein Kopf ist immer voller Ideen, aber momentan konzentriere ich mich auf die laufenden Projekte und davon gibt es viele! Ich hätte sehr gerne die Zeit ein persönlich illustriertes Buch herauszubringen und natürlich mit Kunden (Brands und Magazine) zu arbeiten, die ich schon immer bewundere. Grenzen zu überschreiten und mit meiner Kunst neue Horizonte weltweit zu erschließen ist mein Traum.

 

*Aktuelle Zahlen zum Redaktionsschluss

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