Kim Weber ist eine der aufstrebendsten Fine-Art-Künstlerinnen auf Instagram. Mit ihren minimalistischen Strichzeichnungen macht sich die gebürtige Amerikanerin derzeit einen Namen in der Szene. Wir haben die junge Künstlerin kontaktiert und wollten mehr über ihre Arbeit sowie über ihr Leben erfahren. Taucht mit uns ein in die Welt von Kim Weber…

Erzähl uns erst einmal etwas mehr über dich. Wo kommst du her?

Aufgewachsen bin ich in Rancho Santa Margarita in Orange County, Kalifornien. Zum Studieren bin ich dann zur Azusa Pacific University gegangen, um dort im Hauptfach Business Management und im Nebenfach Fine Arts zu studieren. Aktuell lebe ich in der Nähe von Los Angeles – in einem Haus gemeinsam mit meinen drei Mitbewohnern. Ich lebe super gerne mit ihnen zusammen und ich durfte sogar unser Wohnzimmer sowie unsere Küche in mein eigenes, kleines Atelier verwandeln. Auch mein Zimmer habe ich in ein Studio umgestaltet. Dort entstehen alle Fotos, die ich veröffentliche.

Wie sieht denn ein typischer Tag bei dir aus? Hast du bestimmte Rituale, ohne die du nicht leben kannst?

Ich wünschte ich hätte etwas mehr Struktur in meinem Alltag und ehrlich gesagt, ich habe es auch ausprobiert. Aber aktuell passiert so viel in meinem Leben, sodass es schwierig ist, eine Routine zu bekommen. Ich habe einen Planer, in den ich wöchentlich meine To-dos sowie meine Ziele eintrage. Außerdem versuche ich zwei- bis fünfmal die Woche zu trainieren, da das für mich ein toller Ausgleich ist. Auch meinen Freund Max sehe ich fast täglich, je nachdem wie er arbeiten muss. Wir arbeiten viel zusammen und er unterstützt mich, wo er nur kann. Aber um jetzt noch einmal auf die Frage einzugehen: Also mein morgendlicher Kaffee ist ein Muss.

Erzähl uns ein bisschen mehr über deine Karriere.

Aktuell fokussiere ich mich auf mein eigenes kleines Unternehmen Kim Rose Art. Ich produziere neuen Content, plane kommende Projekte und bearbeite Aufträge von Kunden. Da das Kunstgeschäft für mich läuft, versuche ich mich nun ausschließlich in Richtung Kunstmarkt zu bewegen (hier variiert der Bildstückpreis zwischen $1.000 – $10.000). Das ist ein herausfordernder, aber auch ein sehr aufregender Prozess. Jeder Tag ist anders und genau das ist es, was ich an meiner Arbeit liebe.

Wann hast du dich dazu entschieden, dich selbstständig zu machen und als Künstlerin zu arbeiten?

Mein Herz hat schon immer für die Kunst geschlagen. In meinem letzten Studienjahr habe ich ein Praktikum in einer Mediamarketingagentur in Santa Monica gemacht. Dort habe ich auch nach meinem Studium eine Weile gearbeitet und sehr viel über Kampagnenplanung sowie das Produzieren von spannendem Content gelernt. Ich habe angefangen, meine Reichweite auf Instagram richtig zu nutzen sowie auch meine Kunst ernster zu nehmen – und genau das hat sich ausgezahlt.

Wie hat Social Media deinen Arbeitsalltag und auch deinen Kontakt zu Kunden sowie Followern verändert?

Social Media hat den Kontakt zu Kunden sowie Followern vollkommen revolutioniert. Sämtliche Barrieren wurden abgeschafft und somit ist es möglich, ein sehr nahes Verhältnis zu verschiedenen Marken, aber auch zu den Followern, aufzubauen. Es ist möglich, neue Freunde zu finden und ich nutze die Sozialen Medien auch gerne als Inspirationsquelle.

Genau das wäre meine nächste Frage gewesen. Woher stammen deine Inspirationen?

Am meisten inspiriert mich die Musik. Ich liebe Künstler wie Aliana Baraz, Odesza. Aber auch starke Frauen in der Hip-Hop-Branche wie zum Beispiel Cardi b. Außerdem sammel ich viele inspirierende Dinge durch interessante Gespräche mit anderen Menschen. Ich lasse mich auch gerne von der Kunst anderer inspirieren. Vor allem durch Instagram habe ich so eine Menge neuer Leute kennengelernt und es haben sich zahlreiche Freundschaften entwickelt.

Mit welchen Zeichentools arbeitest du am liebsten und wie hat sich dein Stil über die Jahre hinweg verändert?

Ich habe es schon immer geliebt zu malen sowie zu zeichnen, aber in den letzten Jahren hat mich vor allem die bildene Kunst begeistert. Etwas an dem langwierigen Schaffensprozess und dem kontrollierten Chaos dabei fasziniert mich ungemein. Ich habe bei dieser Art von Kunst Wege gefunden, zu manipulieren, zu kontrollieren sowie dabei das Beste aus meinen künstlerischen Fähigkeiten herauszuholen – und doch stets das mit einzubeziehen, was ich in dem Prozess eben nicht kontrollieren kann, sodass es am Ende wunderschön wird.

Deine Kunst fokussiert sich auf Mamorgemälde sowie minimalistisch Zeichnungen. Was haben sie für eine Bedeutung für dich?

In den letzten paar Jahren habe ich eine wahre Leidenschaft für den Minimalismus entwickelt und mit meinen Strichzeichnungen angefangen. Eine Geschichte mit lediglich einer bis drei Linien zu erzählen, fasziniert mich und auch auf Instagram sind meine Zeichnungen gut angekommen. Sie werden oft verwendet, um Gedichte oder Sprüche mit einem Bild zu untermalen.

Und abschließend eine letzte Frage: Hast du Ziele für deine Zukunft? Und was können wir in nächster Zeit von dir erwarten?

In den nächsten sechs Monaten kümmere ich mich hauptsächlich um mein „Mission Marisol“-Projekt. Dabei handelt es sich um eine Charity-Kampagne, die ich für meine verstorbene Mutter ins Leben gerufen habe. Nach den sechs Monaten hoffe ich, dass ich währenddessen tolle Menschen kennengelernt habe, sodass wir das Projekt auf ein nächstes Level bringen können. Business Angels pitchen und Mitarbeiter einstellen, um so Kim Rose Art weiter wachsen zu lassen sowie die Stimme hinter unserer Mission fortzuführen. Unsere Mission ist, mehr Aufmerksamkeit auf die Kinder in Mexiko zu lenken und Gelder für sie zu sammeln.

Wir werden Kims Werdegang weiterhin verfolgen und haben uns gefreut, dass sie ihren Weg sowie ihre inspirierende Geschichte mit uns geteilt hat. Wenn ihr mehr über Kim sowie ihr Projekt „Mission Marisol“ erfahren wollt, dann solltet ihr unbedingt ihre Webseite besuchen und ihr auf Instagram einen Besuch abstatten.

 

*Aktuelle Zahlen zum Redaktionsschluss

Copyright: Alle Fotos sind urheberrechtlich geschützt und Eigentum von Kim Weber.