Sowohl für bestehende, als auch für neu gegründete Unternehmen hat die Platzierung ihrer Produkte und Dienstleistungen im Markt den höchsten Stellenwert. Um Abverkäufe sowie die Markenpräsenz zu steigern und ein eigenes Markenimage aufzubauen, nutzen Brands die unterschiedlichsten Marketinginstrumente. Gerade bei der Gründung eines neuen Unternehmens sind die Budgets für Marketingzwecke – im Vergleich zu etablierten Unternehmen – oft begrenzt. Entsprechend müssen sich Startups neue Wege und Mittel ausdenken, um trotz des kleinen Budgets schnelle und bestmögliche Erfolge zu verzeichnen. Moderne Marketingstrategien, wie der Aufbau von Influencer Relations, können hierbei schnell zu Markenbekanntheit führen.

Daniel Wellington als mustergültiges Beispiel

Daniel Wellington, ein schwedischer Uhrenhersteller, wurde erst im Jahr 2011 gegründet. Trotzdem verzeichnet das Startup inzwischen über drei Millionen Follower und sticht damit vergleichbare, alteingesessene Konkurrenten wie Casio oder Swatch aus. Der schnelle Erfolg brachte der jungen Marke sogar schon den Titel des am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas ein.

Den Erfolg verdankt die junge Marke seiner einzigartigen digitalen Marketingstrategie – besonders aber der Zusammenarbeit mit Influencern. Um seine Produkte bekannt zu machen und auch den Bekanntheitsgrad der Marke schnell zu steigern, nutzte das Unternehmen fast ausschließlich Social Media – mit Erfolg. Nur wenige Wochen nach den ersten Aktivitäten auf Instagram wurden die ersten Kunden durch Erwähnung von Posts oder Artikeln von etablierten Influencern auf Daniel Wellington aufmerksam.

Influencer als Unterstützung zur Imagebildung

Gerade einer jungen Marke, die noch kein eigenes Image und keine bekannte Markencharakteristika hat, können Influencer helfen. Denn ihr jahrelang aufgebautes Image in Kombination mit einer oft reichweitenstarken Followerschaft kann auf junge Brands abfärben. Wichtig ist nur, dass das Unternehmen sich authentische Influencer auswählt, deren Werte sich mit denen des Startups decken. Denn nur so wird ein eindeutiges Markenbild erzeugt, das auf Dauer in den Köpfen der Zielgruppe verankert bleibt.

Gerade bei der deutlichen Zunahme an Werbung durch Influencer in sozialen Netzwerken ist es für neue Marken wichtig, sich die Instagram-Accounts genau auszusuchen. Wer Influencer wählt, die ihr Gesicht bereits für eine Vielzahl an Marken zur Verfügung gestellt haben, wird sich als Brand nicht von anderen abheben und entsprechen auch nicht als Besonderheit verstanden.

ABOUT YOU – ein deutsches Startups, das fast ausschließlich mit Influencern zusammenarbeitet und so schnell seinen Bekanntheitsgrad steigern konnte.

Werkzeuge für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Influencern

Marketinginstrumente der alten Schule haben ausgedient: AdWords oder Bannerwerbung sind nicht mehr zeitgemäß und bezüglich ihres Kosten-Nutzen-Verhältnisses zu teuer. Moderne Ansätze wie Influencer Relations können, müssen aber nicht teuer sein. Daniel Wellington begann zum Beispiel mit reinem Produktsponsoring – jedoch nicht einmalig, sondern in Form eines langfristigen Kooperations-Verhältnisses.

Zunächst erhielten die Influencer eine Uhr, die sie selbst aussuchen konnten. Der nächste Schritt war die Verlosung einer Uhr auf dem Social Media Account des selben Influencers. Gerade zur Weihnachtszeit nutzte Daniel Wellington die Adventskalender auf den Blogs vieler Influencer zur weiteren Platzierung seiner Produkte. Im Rahmen von Adventskalendern bieten Influencer oft exklusive Posts über ein einzelnes Produkt an, ohne dass die Marke neben dem Produktsponsoring weitere Kosten hat. So blieb das Startup auch hier seinem bisherigen Konzept treu. Mit der Strategie, langfristige Beziehungen mit Influencern aufzubauen, ist Daniel Wellington zu einem authentischen und verlässlichen Kooperationspartner für viele Influencer herangewachsen.

Aufstrebende Startups, für die als Conversion-Ziel der Warenkorb-Abschluss das übergeordnete Ziel ist, arbeiten vorwiegend mit personalisierten Voucher-Codes. Startups wie NA-KD und Hello Fresh (siehe Beispiel unten) nutzen dieses Konzept gerne. Dabei testen Influencer zunächst ein Produkt und stellen es anschließend ihren Followern vor. In der Vorstellung wird direkt ein eigens zugeteilter Rabatt-Code genutzt, mit welchem den Followern ein Mehrwert geboten und der Anreiz zum Kauf geschaffen wird.

Kostenlose Erstellung von Content mit zweifachem Nutzen

Wer sich auf eine digitale Strategie innerhalb von beliebten Plattformen wie Instagram oder Pinterest fokussiert, der erhält durch die Posts der Influencer mit den gesponserten Produkten der eigenen Marke gleich einen doppelten Mehrwert: Nicht nur erstellen die Influencer durch die Bereitstellung von Produkten oft kostenlosen oder kostengünstigen Content (dies ist insbesondere bei kleineren Accounts der Fall), der für wachsende Markenbekanntheit und für die oben genannte Imagebildung sorgt. Die oft hochwertig inszenierten Fotos der Influencer können zudem dafür genutzt werden, das eigene Profil ohne teure und aufwändig produzierte Produkt- und Kampagnenfotos aufzubauen.

Das Startup Daniel Wellington baut seinen Instagram-Account durch Reposts von Bildern, die u.a. mit dem Hashtag #danielwellington markiert wurden, aus. Dabei kann die Marke genau die Bilder auswählen, die das gewünschte Markenimage repräsentieren. Inzwischen ist der Instagram-Account des Startups so groß, dass ein Repost für den einzelnen Influencer für eine umfangreiche Awareness sorgen kann. Entsprechend profitieren sowohl die Marke, als auch der Influencer von der Zusammenarbeit.

Die oben genannten Beispiele verdeutlichen, dass ein gutes Konzept im Bezug auf Influencer Relations auch mit begrenztem Budget zu großem Erfolg führen kann. Dabei ist nur wichtig, stets ausführlich zu recherchieren und die passenden Influencer für die geplante Zusammenarbeit auszuwählen.

 

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