Wunderschön, minimalistisch und gepaart mit den frischesten Zutaten – wenn du Marieke Verdenius Instagram Account anschaust, weißt du genau, wovon wir sprechen. Sie setzt ihre Erfahrungen als Food und Lifestyle Redakteurin für Jamie Olivers Magazin um und konzentriert ihre gesamte Energie jetzt auf ihre eigene Webseite. Wenn du nicht einer der 85.500 Menschen bist, die ihr bereits folgen, dann wirst du es wohl spätestens nach diesem Artikel. Sie lässt uns an ihrem Werdegang zur professionellen Food Stylistin teilhaben und berichtet von ihrer Arbeitsweise zu den neuesten Rezepten für ihre Fans und Follower.

Stell dich doch kurz vor und erzähl uns ein bisschen von dir.

Mein Name ist Marieke Verdenius, ich lebe und arbeite als Freelance Food Stylistin und als Fotografin in Amsterdam. Aufgewachsen bin ich in einer Stadt in der Nähe von Rotterdam, gemeinsam mit meinen Eltern und meinen Geschwistern. Für mein Studium bin ich dann nach Amsterdam gezogen, das war 1997.

Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag aus?

Jeder Tag ist komplett anders! Vor einigen Monaten habe ich meinen Vollzeitjob als Food Redakteurin bei Jamie Olivers Magazin gekündigt. Seitdem arbeite ich als Freelancer und mein Arbeitsrhythmus hat sich total verändert. Am Montag habe ich ein paar Vorbereitungen für ein Fotoshooting erledigt. Am Dienstag habe ich den Tag in meinem Atelier verbracht und dort gearbeitet und heute sitze ich an diesem Interview und organisiere einen Food Styling Workshop. Ich mag diese Abwechslung sehr.

Wann hast du das erste Mal darüber nachgedacht einen Blog zu starten und wieso?

Meinen Blog gegründet habe ich im Jahr 2009 und der Hauptgrund war, dass ich einen Platz brauchte, an dem ich alle meine Ideen und Inspirationen sammeln kann. Ich habe darüber geschrieben, was ich gerne mag und habe ganz langsam Instagram für mich entdeckt. Meine Fähigkeiten in der Fotografie und im Food Styling sind stetig gewachsen und mein Blog gab mir meinen ganz eigenen kreativen Raum, den ich unbedingt brauchte. Für Jamie Olivers Magazin habe ich auch Blogartikel geschrieben. Als ich mich dazu entschieden habe, diesen Job zu kündigen, habe ich weiterhin Artikel schreiben können. Vor ein paar Monaten habe ich nun meine erste eigene Webseite erstellt, welche natürlich auch einen Blog enthält, auf dem ich eigene Rezepte und kleine Geschichten teilen kann.

„Zitronen sind einfach die beste Geheimzutat und geben jedem Gericht das gewisse Etwas.“ – Marieke Verdenius

Wie lange hat es gedauert eine professionelle Food Stylistin zu werden? Woher kam deine Ambition für diesen Job?

Es hat schon ein wenig gedauert bis ich wusste, was ich einmal beruflich machen möchte. Alles hat angefangen, als ich mich für einen Studiengang entscheiden musste. Irgendwas mit Essen oder Mode? Ich habe mich dann für Letzteres entschieden, hatte aber während meines Studiums immer mit Essen zu tun. Ich habe angefangen, für einen kulinarischen Fotografen zu arbeiten und dort habe ich eine Menge über Editorial und kommerzielle Fotoproduktionen gelernt. Meine Karriere hat sich dann entwickelt und in den letzten Jahren durfte ich meine Fähigkeiten als Food Stylistin in Jamie Olivers Magazin unter Beweis stellen. Wenn ich nun zurückschaue, denke ich war das eine ganz normale Entwicklung, aber damals hat es sich für mich angefühlt, als würde ich nicht richtig wissen, was genau ich einmal machen möchte. Bei Jamie Olivers Magazin wollte ich dann vor allem lernen, wie so ein Food Magazin funktioniert. Ich habe dort gelernt zu schreiben, Interviews zu erstellen, Travelguides zu entwickeln und eine Menge Food Produktionen zu kreieren. Aber einen genauen Plan hatte ich wohl nicht von Anfang an.

Wie würdest du den Inhalt deines Blogs und deine Blog Philosophie beschreiben?

Ich liebe den Minimalismus und tendiere dazu, Content zu erstellen, der in meine persönliche Ästhetik passt. Ich möchte das jedes Bild, welches ich produziere, atmen kann und ich glaube, dass das richtige Licht genau dieses Gefühl in meiner Arbeit widerspiegelt.

Welche Auswirkung denkst du hat Social Media auf deine Karriere?

Ganz viel! Wenn es kein Instagram geben würde, hätte ich wahrscheinlich noch meinen Blog, den ich vor acht Jahren gegründet habe. Aber abgesehen davon, dass ich Instagram quasi als Portfolio benutze, ist der größte Nutzen von Instagram für mich, so viele neue Leute kennenzulernen. Es ist viel leichter, in direkten Kontakt mit anderen kreativen Menschen zu kommen und deren Arbeit zu bewundern. Ich wurde niemals enttäuscht, wenn ich jemanden über Insta kennengelernt habe und denke, dass Instagram ein wunderbares Tool ist, neue inspirierende Leute aus der ganzen Welt zu treffen.

Hast du ein Lieblingsessen und welche Zutaten nutzt du am liebsten?

Ich liebe „Artisan Bread“ (Anm. der Red.: Brot, das üblicherweise länger fermentiert und von Hand gefertigt wird)! Ich wünschte ich könnte es selber backen. Ich mag vor allem einfaches Essen mit ganz wenigen Zutaten. Zitrone ist eine meiner Favoriten. Zitronen sind einfach die beste Geheimzutat und geben jedem Gemüse oder jeder Pasta das gewisse Etwas.

Woher nimmst du deine Ideen für neue Rezepte?

Oh, überall her. Beim Reisen durch andere Länder, bei Besuchen neuer Lokale oder beim Lesen des Menüs eines Restaurants. Inspirationen finde ich wirklich überall.

Wie lange dauert es, ein neues Rezept zu erstellen und auf deinem Blog zu veröffentlichen?

In der Regel einen Tag. Wenn ich ein Bild für Instagram erstelle, dauert das etwa ein paar Stunden, bis ich das Setting kreiert habe, gekocht habe und die Fotos mache. Aber wenn ich ein Rezept für meine Webseite schreibe, dann dauert das definitiv länger.

Was brauchst du unbedingt und immer zum Arbeiten?

Auf jeden Fall alle Zutaten der aktuellen Saison. Sie sind die Helden meiner Bilder.

Hast du eine bestimmte Methode, wie du deine Bilder bearbeitest und nutzt du eine bestimmte App?

Ich nutze Lightroom und manchmal VSCO, um meine Bilder zu bearbeiten. Am liebsten frage ich auch andere Kreative, um meinen Horizont zu erweitern. Aber das Wichtigste für mich ist, dass das Bild immer noch natürlich aussieht und in meine eigene Bildsprache passt.

 

 

*Aktuelle Zahlen zum Redaktionsschluss

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