Instagram dient nicht nur als Bearbeitungs-Tool für das tausendste Selfie, die App hat einigen ambitionierten Fotografen zu viel Ruhm und Aufmerksamkeit verholfen. So auch dem 17-jährigen Jannik Obenhoff, der sich auf seinem Instagram Profil sehr bescheiden als „Einfach nur ein Junge mit einer Kamera“ beschreibt. Doch was der Unterschleißheimer mit seiner Kamera an unglaublichen Naturwelten in seiner Heimat im Süden Deutschlands einfängt, ist schier atemberaubend. So ist es kein Wunder, dass seine Werke große Beliebtheit erlangt haben und nicht zuletzt über Instagram hat der talentierte Naturfotograf viele Freunde und begeisterte Follower dazu gewinnen können. Wir haben ihm ein paar Fragen über sein Leben, die Berge und das Fotografieren gestellt, aber lest am besten selbst.

Erzähl uns zum Einstieg doch kurz wer du bist und wo du herkommst.

Ich bin Jannik Obenhoff, 17 Jahre alt und komme aus Unterschleißheim in der Nähe von München. Ich bin zurzeit in der 12. Klasse hier auf dem Gymnasium in Unterschleißheim.

Du lebst in der Stadt und bist in der Nähe der Berge aufgewachsen. Hältst du es in der Stadt aus oder musst du regelmäßig raus in die Natur?

Also ich bin früher schon oft mit meinen Eltern und Freunden in die Berge gefahren, um zu wandern oder auf einer Hütte zu übernachten oder wir sind oft Skifahren gegangen in den Bergen. Und jetzt kann ich das eben gut verbinden mit meinem Hobby.

Erzähl uns doch etwas darüber, wie genau du arbeitest, was dich bewegt und was du mit deinen Bildern ausdrücken willst.

Zum einen macht es mir viel Spaß – wie oben geschrieben – mit Freunden oder Familie in die Berge zu gehen und dort zu fotografieren, aber auch anderen Leuten zu zeigen, dass es in Bayern/Alpen auch schön sein kann. Natürlich treibt es mich nochmal mehr an neue Bilder zu machen, wenn man so viel und meist gutes Feedback bekommt.

Wer hat dich zur Fotografie gebracht und warum hast du dich entschieden deine Bilder auf Instagram mit der Welt zu teilen?

Indirekt hat mich mein Vater zur Fotografie gebracht, er hat früher schon oft und gerne fotografiert, aber meistens nur im Urlaub oder bei Familienfeiern. Was mich aber auch zur Fotografie gebracht hat, ist Instagram. Vor fünf Jahren ca. war die App noch sehr neu, mir wurde sie empfohlen und ich hab sie dann auch ausprobiert. Dann hat es mir immer mehr Spaß gemacht zu fotografieren und es wurden auch immer mehr Follower, was natürlich auch eine schöne Rückmeldung ist, dass es den Leuten gefällt, was ich mache.

Wie viel Zeit investierst du täglich in die Fotografie und wie viel Aufwand steckt wirklich hinter deinen Bildern?

Ich bin ja noch Schüler, also hab ich gar nicht so viel Zeit um rauszugehen und Fotos zu machen. Eben nur an Wochenenden oder in den Ferien. Und unter der Woche dann eigentlich nur noch bearbeiten der neuen Bilder und dann das Hochladen.

Wie bist du zu den German Roamers gekommen und was sind die größten Veränderungen, die das mit sich gebracht hat?

Ich bin schon seit Anfang an Mitglied der German Roamers und uns gibt es jetzt seit genau zwei Jahren. Wir sind ein Kollektiv aus 15 Fotografen aus Deutschland und versuchen andere Leute aus Deutschland, aber auch aus der ganzen Welt, für die Fotografie und die Natur zu begeistern. Zum Beispiel, indem wir jedes Jahr mehrere Meets veranstalten, bei denen wir uns treffen um mit anderen Leuten zu fotografieren oder einfach nur zu reden.

Wie ist es, in so jungen Jahren so viel Aufmerksamkeit zu bekommen, hat das auch Nachteile für Dich?

Nein eigentlich nicht, höchstens der Zeitaufwand neben der Schule, aber den finde ich auch nicht so schlimm.

Wahrscheinlich bekommt man nicht immer gleich das perfekte Foto hin – musstest du bestimmte Orte schon öfter aufsuchen und welche äußeren Einflüsse müssen für dich stimmen, um ein Bild perfekt zu machen?

Ja klar auf jeden Fall. Das Wetter spielt nicht immer mit und es kam schon oft vor, dass man von einer Tour zurück kommt, ohne ein einziges gutes Foto gemacht zu haben.

Du legst ja deinen Fokus darauf, deinen Followern die Schönheit deiner Heimat und Deutschlands zu zeigen. Wie findest du immer neue Orte und Naturwunder?

Oft durch Google Maps, indem ich zum Beispiel in den Bergen nach Seen suche. Wenn ich einen gefunden habe, schau ich mir Bilder von dort an und entscheide, ob ich dort das nächste Mal hinfahre. Aber natürlich auch durch Instagram, wenn man von anderen Fotografen coole neue Spots sieht.

Kannst du dir vorstellen von der Fotografie zu leben und auch regelmäßig andere Kontinente zu bereisen und zu fotografieren?

Ja das wäre cool! Ich weiß zwar noch nicht genau, ob ich die Fotografie zu meinem Beruf machen will, aber als Hobby werde ich sie auf jeden Fall weiter machen und andere Kontinente will ich auf jeden Fall noch sehen und fotografieren.

Du hast mittlerweile auch einen eigenen YouTube Kanal. Wieso hast du dich für diesen Schritt entschieden?

Den YouTube Kanal hab ich jetzt seit ein paar Monaten und ich lade dort Highlights von meinen Trips hoch. Videos drehen und bearbeiten macht mir wahnsinnig Spaß und ich habe auf jeden Fall vor, das weiter zu machen.

„Bislang sieht man mich in den Videos noch nicht, aber ich könnte mir auch vorstellen, eine Art VLOG zu machen während ich auf Reisen bin.“Jannik Obenhoff.

Wie viel Zeit bleibt neben der Schule noch für die Fotografie und wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Wie schon gesagt, an Wochenenden findet man schon immer etwas Zeit oder eben in den Ferien. In Zukunft will ich erstmal das Abi fertig machen und danach für ein Jahr reisen, wohin weiß ich noch nicht genau. Danach vielleicht studieren, aber ist ja noch ein bisschen Zeit bis dahin.

Trotz seines Erfolgs und seiner über 771.000 Follower auf Instagram ist Jannik Obenhoff ein bodenständiger Typ, der durch seine Liebe zur Natur und zu den Bergen angetrieben wird. Seine bescheidene Art und sein Talent, die Schönheit der Natur festzuhalten, ist bemerkenswert und wir werden auch in Zukunft seinen Erfolgen auf Instagram und YouTube folgen.

 

*aktuelle Zahlen zum Redaktionsschluss.

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