Sean Yoro ist einer der aufstrebendsten Street und Fine Art Künstler unserer Zeit. Mit seinen Malereien auf Gebäuden, vor allem in wassernahen Umgebungen, macht sich der gebürtige Hawaiianer einen Namen in der Szene. Mit seiner Kunst regt er all diejenigen zum Nachdenken an, die sich einen Moment Zeit nehmen und seine Gemälde und deren Bedeutung auf sich wirken zu lassen. Wir möchten heute gemeinsam mit euch etwas tiefer in die Welt von Sean ‚Hula‘ Yoro eintauchen.

New projects currently in the works 🎨 heres a working shot on one of my first water paintings

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Der Arbeitsplatz von Sean mag für viele sehr außergewöhnlich sein, denn Sean arbeitet meist auf seinem Paddleboard. Die Objekte, die er bemalt sind normalerweise in Wassernähe – als in O’ahu, Hawaii, geborener Mann ist Wasser sein liebstes Element. Bis ins Teenager-Alter hat Sean seine Zeit meist auf dem Surfbrett verbracht, bis er schließlich seine Leidenschaft für Graffitis und Tattoos entdeckte. Beides sind Kunstformen, jedoch in ihrer Ausführung sehr unterschiedlich. Graffitis beschäftigen sich vornehmlich mit großen Flächen und sind grundsätzlich eher auf einen industrielles Flair ausgerichtet, während Tattoos eine sehr feine und filigrane Form der Kunst sind.

Details // 📷 @jatecson

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Heute mischt Sean beide Kunstformen – große Flächen werden von ihm mit Ölfarben bemalt, abgebildet werden zarte Frauen, filigran und detailliert gemalt. Dabei sucht sich Sean vor allem Objekte am Wasser, zum Beispiel alte Schiffswracks, stillgelegte Bootswerften oder tote Wände in tristen Umgebungen. Seine Kunst platziert er meist direkt an der Wasseroberfläche, sodass Gezeiten mit seiner Kunst spielen. Die Frauen, die er malt, tragen eine Art Stammeskunst auf ihrer Haut und es scheint, als würden sie aus dem Wasser und aus den Wellen heraustreten oder das Wasser gezielt dafür nutzen, sich zurückzuziehen und zu verstecken.

Die Kombination aus trostloser, vergessener Umgebung und seiner ausdrucksstarken Kunst hinterlässt bei seinen Betrachtern einen bleibenden Eindruck. Nicht nur wertet Sean die Gegenden deutlich auf, sondern er schafft es auch, in seinen Gemälden Emotionen wie Stärke, Ruhe und Kraft festzuhalten und zu vermitteln.

Ich wähle die Locations, weil sie mich an Geisterstädte erinnern, denen wieder Leben eingehaucht werden muss.Sean Yoro | Quelle: Huffington Post

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Seans Portraits sind aber nicht für die Ewigkeit: Da er natürliche Farben nutzt, unterliegen seine Gemälde einem naturgegebenen Alterungsprozess. Wer die Kunst länger genießen möchte oder nicht die Möglichkeit hat, eine der bemalten Locations zu besuchen, dem bietet Sean auf seiner Webseite die Möglichkeit, Prints und Postkarten seiner Kunst zu erwerben – so hat er mit seiner Kunst nicht nur Emotionen ausgelöst, sondern verdient an seinen tollen Werken auch noch etwas Geld.

Seine Kunst hat Sean auch schon zu Kooperationen mit Firmen wie Billabong und The North Face geholfen. Letztere begleiteten ihn mit einer Filmcrew bei einem Kunstprojekt in Alaska, wo er Kunst auf einer schmelzenden Eisscholle anbrachte. Damit machte er vor allem auf die Bevölkerungsgruppen aufmerksam, die unter dem schnellen Abschmelzen der Gletscher leiden. Seine Reichweite nutzt Sean also auch, um auf umweltpolitische Themen aufmerksam zu machen. Eine größere Auswahl an Fotos und einen Einblick in seine neueren Projekte wie die ‚Jungle Inspired‘ Serie, die abseits des Wassers stattfindet, oder in alternative Techniken mit Leuchtfarbe im Dunkeln können wir auf Seans Instagram-Account verfolgen, der inzwischen über 170.000 Follower zählt. Wer sich von Hulas Kunst berieseln lassen möchte und die eindrucksvoll emotionalen Malereien auf sich wirken lassen will, der sollte hier unbedingt länger stöbern.

 

*aktuelle Zahlen zum Redaktionsschluss